Mit einem Studium oder einer Ausbildung anzufangen ist wie eine Expedition ins Unbekannte – spannend, herausfordernd und manchmal auch ein bisschen beängstigend, vor allem, wenn es ums liebe Geld geht. Aber keine Sorge, wir haben den perfekten Guide für dich: In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du deinen Bafög-Antrag meisterst, ohne dabei den Überblick zu verlieren. Wir klären alle deine Fragen: Von “Was ist überhaupt Bafög?” bis “Wie fülle ich diesen riesigen Stapel Formulare aus?”. Mach dich bereit, denn mit unseren Tipps wird die Finanzierung eurer Ausbildung zum Kinderspiel!

Kann ich überhaupt Bafög bekommen? 

BAföG ist eine finanzielle Unterstützung für Studierende, Schülerinnen und Schüler, die eine Ausbildung in Deutschland oder in der EU suchen. Die Voraussetzungen hängen von den persönlichen Daten, dem Alter, dem Einkommen und dem Ziel der Ausbildung ab. 

Hier sind einige wichtige Punkte, die du beachten solltest: 

  • Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus: BAföG kann nicht nur von deutschen Staatsbürgern, sondern auch von EU-Bürgern, Migranten und Geflüchteten beantragt werden, die in Deutschland leben. Personen mit einem Daueraufenthaltsrecht oder einer Niederlassungserlaubnis gelten als förderberechtigt.  
  • Altersgrenze: Studierende und Schüler können BAföG nur erhalten, wenn sie ihre Ausbildung vor Vollendung des 45. Lebensjahres beginnen. Es gibt jedoch einige Ausnahmen von dieser Regel. 
  • Ausbildungsziel: Du solltest in der Lage sein, das angestrebte Ausbildungsziel zu erreichen. In der Regel genügt die Aufnahme an der Hochschule oder Schule als Nachweis. Bei Auszubildenden an Höheren Fachschulen, Akademien oder Hochschulen kann ein Leistungsnachweis erforderlich sein, um weiterhin BAföG zu erhalten. 
    • Achtung: Es wird nur ein Vollzeitstudium gefördert, dabei gilt das Bafög für das erste Studium, ein zweites Studium muss direkt auf das erste aufbauen. Das gleiche gilt für Erst- und Zweitausbildung.  
    • Achtung: Schüler halten Bafög erst ab der 10. Klasse und nur dann, wenn sie nicht mehr bei ihren Eltern wohnen.  
  • Finanzieller Bedarf: BAföG wird für junge Menschen gewährt, deren Familien nicht allein für die Ausbildungskosten aufkommen können. Die genaue Höhe hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. dem Einkommen der Eltern oder des Antragstellers selbst.  

Wie viel Bafög bekomme ich? 

Der Bafög-Höchstsatz beträgt 934 Euro pro Monat. Das reicht oft gerade so für Miete, Essen und Lernmaterial. Aber Achtung: Von diesem Geld musst du auch deine Kranken- und Pflegeversicherung zahlen, falls du nicht mehr über deine Eltern familienversichert bist – das gilt bis zu deinem 25. Lebensjahr. Danach wird ein Zuschuss zur Kranken- und Pfle­ge­ver­si­che­rung in Höhe von 122€ gezahlt. Ab dem 31. Lebensjahr steigt der Betrag auf 205 Euro. Neu: Der Zuschuss soll sich ab dem Wintersemester 2024/25 auf 130 Euro erhöhen (Stand: März 2024).  

    Das Bafög-Amt gewährt nur pauschale Förderungen. Egal, wie viel du zum Beispiel für deine Wohnung ausgeben musst, du bekommst immer nur 360 Euro für Miete und Nebenkosten (§ 13 BAföG). 

    Für Azubis und Schüler gibt es weniger Bafög als für Studierende. Sie erhalten die Förderung vollständig als staatliche Unterstützung und müssen nichts zurückzahlen – selbst dann, wenn sie eine Klasse wiederholen müssen. 


    Bei Studierenden ist es etwas anders. Die Hälfte des Bafögs besteht aus geschenkter Förderung, die andere Hälfte aus einem langfristigen Darlehen. Die Konditionen des Darlehens sind jedoch günstig. Wenn du Bafög-berechtigt bist, solltest du die Förderung auf jeden Fall in Anspruch nehmen. In der folgenden Übersicht kannst du ablesen, wie viel Förderung du erhalten kannst.
     

    Eine Tabelle über die verschiedenen Bafög-Sätze.

    Wie viel dürfen meine Eltern verdienen? 

    Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, da keine allgemeingültige Einkommensgrenze festgelegt ist. Bafög richtet sich grundlegend an diejenigen, die nicht in der Lage sind, ihre Ausbildung aus eigener Tasche zu finanzieren. Während der ersten Ausbildung sind Eltern grundsätzlich dazu verpflichtet, ihren Kindern Unterhalt zu leisten, selbst wenn diese bereits volljährig sind und nicht mehr im elterlichen Haus leben. Gleiches gilt für Ehe- und Lebenspartner. Wenn diese zu viel verdienen, erhalten die studierenden Partner entweder keine oder reduzierte Förderung. 

    Daher ist es erforderlich, bei der Beantragung von Bafög die Einkünfte der Eltern und des Ehepartners offenzulegen und dem Bafög-Amt den Steuerbescheid des vorletzten Kalenderjahres vorzulegen. 

    Wichtig

    Wenn absehbar ist, dass die Eltern im aktuellen Jahr weniger verdienen, kann dies ebenfalls angegeben werden. Unter Umständen erhält man dadurch eine höhere Bafög-Zuwendung. Dies ist besonders ratsam, wenn ein Elternteil in den Ruhestand tritt oder nur noch in Teilzeit arbeitet. 

    Schätzungen ...

    … des Deutschen Studierendenwerks zeigen, dass Studierende mit einer Teilförderung durch Bafög rechnen können, wenn das jährliche Einkommen ihrer Eltern vor Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen etwa 40.000 Euro beträgt. Liegt das jährliche Nettoeinkommen bei etwa 20.500 Euro oder weniger, könnte eine Vollförderung durch Bafög in Betracht kommen. Ab einem gemeinsamen Gehalt der Eltern von 70.000 Euro im Jahr ist die staatliche Förderung eher unwahrscheinlich. 

    Wie hoch sind die Freibeträge für das Einkommen meiner Eltern?  

    Wenn die Eltern verheiratet sind, wird ein Freibetrag für das Paar gemeinsam berücksichtigt. Sind die Eltern getrennt, erhält jeder Elternteil einen eigenen Freibetrag. Zudem steigt der Freibetrag für jeden unterhaltsberechtigten Kind, für das entweder dein Ehepartner oder deine Eltern aufkommen müssen. 

    Eine Tabelle, die einen Überblick über die verschiedenen Freibeträge beim Bafög gibt.

    Wie viel darf ich gespart haben oder verdienen?  

    Bist du unter 30 Jahre alt und hast Geld angespart, musst du zunächst deine Ersparnisse bis zu einer Höhe von 15.000 Euro verwenden. Wenn du einen Lebenspartner und Kinder hast, erhöht sich dein Freibetrag pro Haushaltsmitglied um weitere 2.300 Euro. Für Personen über 30 Jahre liegt der erlaubte Ersparnisbetrag bei bis zu 45.000 Euro (gemäß § 29 BAföG). 

    Falls dein eigenes Einkommen ausreichend ist, um dein Studium zu finanzieren, oder du während deiner Ausbildung bezahlt wirst, erhältst du kein Bafög. Minijobs sind jedoch hiervon ausgenommen, da sie bestimmte Freibeträge haben, die geringe Einnahmen ermöglichen, ohne dass sie auf das Bafög angerechnet werden. 

    Das Bafög-Amt berücksichtigt zusätzlich zu den Freibeträgen auch Sozialabgaben und eine Pauschale für Werbungskosten (beruflich veranlasse Kosten). Der grundlegende Freibetrag für eigenes Einkommen von 330 Euro im Monat erhöht sich daher pauschal auf 520 Euro. Dies gilt für den gesamten Bewilligungszeitraum von zwölf Monaten. Ein Nebenjob während der Ferien oder der vorlesungsfreien Zeit kann also auch etwas mehr einbringen, solange dein Gesamteinkommen im Jahr weniger als 6.240 Euro beträgt. Vergütungen aus Pflichtpraktika werden vollständig angerechnet, ohne dass der monatliche Freibetrag abgezogen wird. 

    Eine Tabelle gibt Auskunft über die verschiedenen Freibetragsgrenzen beim Bafög.

    Achtung: Wenn Du Bafög beziehst, kannst Du grundsätzlich keine anderen Sozialleistungen wie zum Beispiel Bürgergeld oder Wohngeld bekommen. Denn in der Ausbildungsförderung ist bereits eine Wohnpauschale enthalten. 

    Was ist ein elternunabhängiges Bafög? 

    Es gibt Situationen, in denen du Bafög erhalten kannst, obwohl deine Eltern eigentlich genug verdienen, um dich während deiner Ausbildung zu unterstützen (gemäß § 11 BAföG). Elternunabhängiges Bafög ist unter anderem in folgenden vier Fällen möglich:

    Wenn deine Eltern den Unterhalt verweigern:

    Sollten deine Eltern trotz ihrer Unterhaltspflicht keinen Unterhalt zahlen, springt das Bafög-Amt ein. Du erhältst dann Bafög, überträgst jedoch gleichzeitig deine Unterhaltsansprüche gegenüber deinen Eltern auf das Amt. 

    Abitur auf dem zweiten Bildungsweg:

    Besuchst du ein Abendgymnasium oder ein Kolleg, musst du dem Bafög-Amt keine Informationen über die Einkünfte deiner Eltern vorlegen. 

    Ausbildung beginnt nach dem 30. Lebensjahr:

    Falls du aufgrund einer Ausnahmeregelung nach deinem 29. Geburtstag Bafög erhältst, musst du dir keine Gedanken über das Einkommen deiner Eltern machen. 

    Nach fünf Jahren Berufstätigkeit:

    Wenn du dich nach dem Eintritt ins Berufsleben doch entscheidest zu studieren, kannst du elternunabhängiges Bafög erhalten. Allerdings musst du dafür mindestens fünf Jahre seit deiner Volljährigkeit gearbeitet haben, oder sechs Jahre, wenn dies auch eine Ausbildung umfasste. 

    Wie beantrage ich Bafög? 

    Wenn du alle Voraussetzungen erfüllst, ist es an der Zeit, den eigentlichen Antrag zu stellen. Dabei solltest du die Vielzahl der benötigten Unterlagen nicht unterschätzen, die du für deinen Antrag zusammenstellen musst. 

    Sorge daher rechtzeitig dafür, alle Unterlagen zu beschaffen. Wenn du direkt zu Beginn deiner Ausbildung oder deines Studiums auf die Förderung angewiesen bist, solltest du bereits vor Beginn der Ausbildung alles bereithalten. 

    Lade dir die Bafög-Digital-App herunter, um Unterlagen auch von deinem Tablet oder Mobiltelefon aus übermitteln zu können. Über die Bafög-App kannst du auch den Bearbeitungsstand deines Antrags verfolgen. 

    Wann ist der beste Zeitpunkt für einen Bafög-Antrag? 

    Du kannst Bafög erst beantragen, wenn du weißt, wo du studierst oder deine Ausbildung machst. Wenn du bereits vorher abschätzen kannst, an welcher Einrichtung du landen wirst, lohnt es sich, den Antrag bereits vor der Zusage einzureichen und den Nachweis deiner Einschreibung später nachzureichen. 

    Spätestens im Monat des Ausbildungs- oder Studienbeginns solltest du den Antrag stellen; Bafög wird nämlich nicht rückwirkend gewährt. Für das Wintersemester an der Universität reicht dazu auch der 31. Oktober aus. 

    Gerade zu Beginn deines Studiums oder deiner Ausbildung häufen sich die Kosten. Falls es dir schwerfällt, ein oder zwei Monate finanziell zu überbrücken, bis das Bafög gezahlt wird, wende dich an deinen Sachbearbeiter. Häufig haben die Mitarbeiter im Bafög-Amt Verständnis für schwierige Übergangsphasen und bearbeiten dringende Fälle schneller. Für die Übergangszeit kannst du auch Bürgergeld beantragen. 

    Wo kann ich Bafög beantragen? 

    Die Zuständigkeit für deinen Bafög-Antrag hängt von der Art und dem Ort deiner Ausbildungsstätte ab (gemäß § 45 BAföG): 

    – Studierende reichen ihren Bafög-Antrag beim Studierendenwerk ihrer Hochschule ein. 

    – Für höhere Fachschulen, Abendgymnasien, Kollegs und Akademien ist das Bafög-Amt im Bezirk der Ausbildungsstätte zuständig. 

    – Alle anderen Schüler müssen sich an das Bafög-Amt am Wohnort der Eltern wenden. 

    Auf bafög.de findest du eine Liste der Ämter. Du kannst den Bafög-Antrag auch digital einreichen unter bafoeg-digital.de. 

      

    Welche Unterlagen werden für den Bafög-Antrag benötigt? 

    Der Antrag besteht aus verschiedenen Formblättern, die du ausgefüllt beim Bafög-Amt einreichen musst. Du kannst diese auch elektronisch ausfüllen und einsenden. Normalerweise müssen zusätzlich Einkommensbelege von dir und deinen Eltern vorgelegt werden, sowie ein Nachweis über deine Vermögensverhältnisse und die Zulassung der Ausbildungsstätte. 

     

    Wie oft muss ich Bafög beantragen? 

    Das Bafög-Amt gewährt die Förderung in der Regel immer nur für zwölf Monate. Nach Ablauf des Bewilligungszeitraums musst du erneut Unterlagen für das Folgejahr einreichen, bis du die Förderungshöchstdauer erreicht hast. Diese entspricht immer der Regelstudienzeit, die sich aus den Prüfungsordnungen der Hochschule ergibt. Für den Bachelor beträgt die Regelstudienzeit durchschnittlich sechs Semester und für den Master zwischen zwei und vier Semestern. 

     

    Mit der Zeit wirst du darin Routine entwickeln. Folgendes solltest du über die Jahre beachten (gemäß §§ 15-17 BAföG): 

    Leistungsnachweis: Zum fünften Semester müssen Studierende nachweisen, dass sie genügend Kurse oder Seminare besucht und die notwendigen Zwischenprüfungen bestanden haben, um das Studium in der Regelstudienzeit zu absolvieren. 

    Fachwechsel: Im Bachelorstudium dürfen Studierende bis zum vierten Semester für ein anderes Studienfach entscheiden. Mit dem Wechsel startet die Regelstudienzeit und damit auch die Bezugsdauer des Bafögs von neuem. 

    Neu: Ab dem Wintersemester 2024/25 soll es möglich sein, bis zum fünften Semester zu wechseln. 

    Hilfe beim Studienabschluss: Fehlen nach der Regelstudienzeit noch einige Monate zum Studienabschluss, können Studierende ein besonders gefördertes Bankdarlehen beantragen, den sogenannten Bildungskredit. Diesen kannst du beim Bundesverwaltungsamt beantragen. Die Auszahlung erfolgt über die staatliche Förderbank KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Dieser Bildungskredit ist günstiger als ein gewöhnlicher KfW-Studienkredit. 

    Neu: Mit der 29. Bafög-Reform wird ein flexibles Semester eingeführt. Alle Studierenden sollen dann einmalig die Möglichkeit haben, über die Förderungshöchstdauer hinaus ein weiteres Semester Bafög zu erhalten. 

      

    Wie lässt sich die Förderdauer verlängern? 

    Laut dem Statistischen Bundesamt schafften im Jahr 2021 nur etwa 30 Prozent der Absolventen ihr Studium in der Regelstudienzeit. Auch das Bafög-Amt weiß, dass es triftige Gründe geben kann, warum das Studium länger dauert. 

    Das kann zum Beispiel ein Auslandssemester sein. Es zählt nicht zur Regelstudienzeit, selbst wenn es durch Auslands-Bafög gefördert wird. Gerade in Kombination mit dem Erasmus-Austausch-Programm kannst du also den einen oder anderen Schein an einer ausländischen Universität machen, ohne dabei in zeitliche Bedrängnis zu geraten. 

    Darüber hinaus verlängern folgende Ausnahmen die Förderdauer (gemäß § 15 Abs. 3 BAföG): 

    Krankheit: Eine schwerwiegende oder langwierige Krankheit hindert dich daran, an einer wichtigen Prüfung teilzunehmen. 

    Fehlplanung der Hochschule: In der Planung der Hochschule läuft etwas schief, und dir ist es gar nicht möglich, das Studium in der Regelstudienzeit abzuschließen. 

    Hochschulgremium: Du bist mindestens ein Semester lang Mitglied in einem Hochschulgremium, wie Asta oder Studienparlament. 

    Durch Prüfung gefallen: Auch der beste Student kann durch eine Prüfung fallen. Falls du für einen Schein einen zweiten Versuch brauchst, erhältst du ein halbes Jahr länger Bafög – auch wenn der Fehlversuch gar nicht für das Abschlusszeugnis gewertet wird. 

    Behinderung: Fällt es dir wegen einer Behinderung schwerer, das Studium zu meistern, ist auch das ein Grund, länger Bafög zu erhalten. 

    Schwangerschaft/Kindererziehung: Bekommst du Nachwuchs, versteht auch das Bafög-Amt, dass ein Studium nicht einfach so weiterläuft wie bisher und gewährt längere Förderzeiten. 

     

    Wie viel Bafög muss man zurückzahlen? 

    Du bekommst mindestens die Hälfte der Bafög-Förderung geschenkt. Außerdem musst du nie mehr als 10.010 Euro zurückzahlen, egal wie viel Bafög du über die Jahre erhalten hast. Neu: Ab dem Wintersemester 2024/25 musst du etwas mehr zurückzahlen. Erst nach Rückzahlung von 11.550 Euro wird dir der Rest erlassen. 

    Fünf Jahre nach dem Ende des Studiums musst du mit der Rückzahlung beginnen. In der Regel zahlst du 130 Euro pro Monat. Die Rate wird im Dreimonatsrhythmus fällig, also viermal im Jahr 390 Euro. Dieses zinslose Staatsdarlehen musst du jedoch nur tilgen, wenn du monatlich mehr als die Freibeträge verdienst. Dein persönlicher Freibetrag liegt derzeit bei 1.605 Euro. 

    Neu: Die Rückzahlungsrate wird ab dem Wintersemester 2024/25 auf 150 Euro erhöht. Du musst dann viermal im Jahr 450 Euro zahlen. 

      

    Wie kann man beim Bafög einen Rabatt erhalten? 

    Es lohnt sich oft, in den ersten fünf Berufsjahren das Geld für das Bafög-Darlehen anzusparen und die gesamte Summe auf einmal abzuzahlen. In diesem Fall gewährt der Staat erhebliche Rabatte (gemäß §§ 18-20 BAföG). 

    Wer höhere Bafög-Schulden hat, bekommt 2.100 Euro erlassen, wenn er die Summe auf einmal zurückzahlt. Bei einer geringeren Rückzahlungssumme verringert sich der Rabatt entsprechend einer Nachlasstabelle. 

    Wer ab September 2019 zum ersten Mal Bafög bekommen hat, muss das Darlehen nicht länger als 20 Jahre abzahlen, egal ob er seine Schulden in der Zeit begleichen konnte oder nicht. Wer zum Beispiel über viele Jahre nicht genügend verdient hat, braucht sich irgendwann keine Gedanken mehr um seine Restschulden zu machen. 

     

    Welche Bafög-Alternativen gibt es?

    Wenn du kein Bafög erhältst, bedeutet das noch lange nicht das Ende deiner Studienpläne. Zu den Alternativen zählen Stipendien oder eine Tätigkeit als studentische Hilfskraft. Vielleicht dauert dein Studium etwas länger, wenn du nebenbei arbeitest, aber du sammelst auch direkt Berufserfahrung. Ähnlich ist es bei einem dualen Studium. 

    Wenn dein Bafög-Antrag aufgrund des Einkommens deiner Eltern abgelehnt wird, hast du Anspruch auf Unterhalt. Studienkredite sollten immer die letzte Option sein, da sie dich finanziell langfristig belasten können. Dies gilt auch für den staatlich geförderten KfW-Studienkredit. Die Zinssätze für Studienkredite für Neuverträge sind innerhalb kurzer Zeit erheblich gestiegen. Im Oktober 2021 lag der effektive Jahreszins noch bei 3,76 Prozent, während er im März 2024 bereits bei 9,01 Prozent lag. 

    Fazit

    Wir sind am Ende unseres Weges durch den Dschungel der Bafög-Beantragung angekommen. Wie du siehst gibt zwar ein paar Hürden, aber mit ein bisschen Geduld und Organisation kannst du diese meistern.

    Denk daran, dass Bafög eine großartige Unterstützung ist, um deineBildung voranzutreiben. Es ist dein Sprungbrett in eine Zukunft, die du selbst gestalten kannst. Nutzt die Chance, die dir geboten wird, und lass dich nicht von Papierkram abschrecken.